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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bvb:29-opus-31621
URL: http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2012/3162/


Benötigen ambulante Notfallpatienten höhere Ressourcen?Eine prospektive Fall-Kontroll-Studie

Do ambulatory emergency patients need higher resources? A prospective case-control-study in psychiatry

Wendel, Stefan

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.428 KB)


SWD-Schlagwörter: Ambulanz , Depression , Ressourcen
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hochschulambulanz , Ressourcengebrauch
Freie Schlagwörter (Englisch): tertial care , ressource utilization , depression
Fakultät: Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Weih, Markus (Prof.Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 19.03.2012
Kurzfassung in Deutsch: 1.1 Hintergrund und Ziele
Aufgrund der Zunahme von leistungsorientierten Krankenhausvergütungsystemen wird eine suffiziente Versorgung von ambulanten Patienten an der Schnittstelle zum Krankenhaus zu einer immer größer werdenden Herausforderung. Eine möglichst genaue Kenntnis der Patientenpopulation und der zur Behandlung erforderlichen Ressourcen sind dabei unerlässlich. Eine besondere Herausforderung für eine effiziente Krankenhausplanung stellt hier die wichtige Schnittstelle Ambulanz dar, in der sich häufig Patienten als Notfall bzw. ohne Termin vorstellen.
1.2 Methoden
In der vorliegenden prospektiven Fall-Kontroll-Studie wurden Notfallpatienten mit einer Kontrollpopulation von Patienten mit regelgerechtem ambulanten Termin verglichen. Betrachtet wurden die Ressourcennutzung und der Verlauf beider Populationen sowie der Gesundheitszustand der Fälle nach drei Monaten.
1.3 Ergebnisse und Beobachtungen
Die affektiven Störungen waren in beiden Populationen am häufigsten (Fälle: 42,1%; Kontrollen: 42,5%). Hier lag der Ressourcengebrauch der Fälle über dem der Kontrollen: Ein Notfallpatient hatte nicht signifikant mehr ambulante Wiedervorstellungen (3,4 vs. 2,2 p=0,3). Zudem lag eine höhere Zahl an stationären Aufnahmen (33% vs. 12% p=0,04) mit im Mittel längerem Klinikaufenthalt (31,1 vs. 26,1 Tage p=0,7) vor. In der Nachbefragung der Fälle nach drei Monaten zeigte sich in der Mehrzahl der Fälle (56%) eine Besserung im CGI-I und im WHO SF-12 bezeichneten 72% ihren Gesundheitszustand als mindestens "gut".
1.4 Praktische Schlussfolgerungen
Unsere Studie zeigt, dass Patienten, die sich ohne Termin in einem psychiatrischen Notdienst vorstellen, im weiteren Verlauf häufiger wieder vorstellen und signifikant häufiger stationär aufgenommen werden. Die ambulante und stationäre klinische Versorgung wird tendenziell mehr in Anspruch genommen als bei Patienten mit regelgerechtem Termin. Auf der anderen Seite scheint dieser erhöhte Ressourcenverbrauch auch zu einer Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der meisten Patienten zu führen.
Kurzfassung in Englisch: 1.1 Objective
Due to the increase in performance-oriented hospital compensation systems, a sufficient supply of out care patients is an increasing defiance. A preferable exact knowledge of this patient-population and the resources required for treatment are essential. A particular challenge for efficient hospital planning is the important outpatient clinic, where patients often appear unplanned.
1.2 Methods
In this prospective case-control study, emergency patients were compared with a control-population of patients with a regular outpatient appointment. For three months, resources use and the progress of both populations as well as the health status of the case-population were investigated.
1.3 Results
Affective disorder was the most frequently diagnostic group in both populations (cases: 42.1%, controls: 42.5%). Resource utilization was higher in the cases of emergency outpatients or patients without appointment compared to the control group. Emergency patients had more ambulatory reassessments (3.4 vs. 2.2 p=0,3), a higher hospital admission rate (33% vs. 12% p=0,04) and an extended hospitalization time (31.1 vs. 26.1 days p=0,7). After three months, the majority (56%) of cases showed an improvement in the CGI-I. In the WHO SF-12, 72% of the cases described their health as at least "good ".
1.4 Conclusions
In our study, we observed an admission increase for outpatients without an appointment. Moreover, the psychiatric medical care system was used more frequently by this case group. The medical condition improved after treatment over time.


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Letzte Änderung: 01.11.10