Universitätsbibliothek Erlangen Zur Homepage der Universitätsbibliothek Erlangen
Zur Homepage der Universität Erlangen

Eingang zum Volltext in OPUS


Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bvb:29-opus-35336
URL: http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2012/3533/


Die Auswirkungen verschiedener genetischer Polymorphismen auf die Tagesschläfrigkeit beim Menschen

Effects of different gene polymorphisms on daytime sleepiness in humans

Satt, Florian

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.400 KB)


SWD-Schlagwörter: Tagesrhythmus , Hypersomnie , Polymorphismus , Schlaf
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tagesschläfrigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): daytime sleepiness , circadian rhythm , polymorphism , sleep
Fakultät: Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Frieling, H. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.09.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 11.10.2012
Kurzfassung in Deutsch: 1.1 Hintergrund und Ziele
Wie die meisten Lebewesen haben auch Menschen einen zirkadianen Rhythmus. Dieser Schlaf-Wach-Rhythmus wird neben externen Stimuli, wie z. B. Hell-Dunkel-Zyklus und soziale „Taktgeber“, durch endogene zirkadiane Schrittmacher, die so genannte „innere Uhr“, gesteuert. Der dominante Schrittmacher sitzt im Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus. Nachdem eine genetische Komponente von Schlafeigenschaften schon lange vermutet wurde, konnten in den letzten Jahren viele molekulare Schrittmacher und deren regulierende Schlüsselgene identifiziert werden. Bei einigen konnte ein Einfluss auf das Schlafverhalten, also auch Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus wie z. B. die pathologische Tagesschläfrigkeit, nachgewiesen werden. In unserer Studie untersuchten wir den Einfuss genetischer Polymorphismen solcher Schlüsselgene auf die Ausprägung der (pathologischen) Tagesschläfrigkeit.
1.2 Methoden
Die 83 untersuchten Probanden rekrutierten sich überwiegend aus Patienten der Schlafambulanz des Universitätsklinikums Erlangen und zum Teil aus Personen aus dem Bekanntenkreis. Zur Erhebung der Ausprägung von Tagesschläfrigkeit bei unseren Probanden bedienten wir uns eines Selbstbeurteilungsfragebogens, der Epworth Sleepiness Scale (ESS). Das EDTA-Blut der untersuchten Personen wurde aufbereitet, die DNA extrahiert und nach Etablierung der verwendeten Protokolle mittels PCR verglichen. Anschließend erfolgte die statistische Auswertung der Ergebnisse.
1.3 Ergebnisse und Beobachtungen
Von den elf durch uns untersuchten Polymorphismen zeigte sich bei zweien ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem bestimmten Polymorphismus und der Ausprägung der Tagesschläfrigkeit. Der C>T 2592-Polymorphismus des A2A-Adenosinrezeptors und der T>C 1976-Polymorphismus des A2A-Adensinrezeptors zeigten einen solchen Zusammenhang.
1.4 Praktische Schlussfolgerungen
Unsere Ergebnisse belegen die Annahme, dass zumindest die zwei genannten Polymorphismen eine wichtige Rolle bei schlafregulatorischen Vorgängen spielen. Bei den anderen Polymorphismen waren keine signifikanten Zusammenhänge zu erkennen, obwohl ihre zentrale Rolle bei der Schlafregulation zum Teil in vorhergehenden Studien belegt wurde. Wir nehmen daher an, dass diese Vorgänge aufgrund ihrer Komplexität und multipler Einfussfaktoren weiterer eingehender Untersuchungen mit ausreichenden Probandenzahlen bedürfen, um die Zusammenhänge noch exakter zu erfassen.
Kurzfassung in Englisch: 2.1 Aims and background
Humans, like most life forms, exhibit a circadian rhythm i.e. a sleep-wake cycle controlled by external stimuli (e.g. light-dark cycle and social zeitgebers) as well as endogenous circadian pacemakers (often referred to as 'inner clock'). The dominant pacemaker is located in the superchiasmatic nucleus which is located in the hypothalamus. In recent years it was possible to find evidence for the long-standing conjecture of there existing a genetical influence on sleep characteristics and many molecular pacemakers and their regulating key genes were identified. It was shown that some of these key genes influence sleep performance by disturbing the sleep-wake cycle and thus causing, for instance, pathological daytime sleepiness. In our study we researched the effects of genetic polymorphisms of key genes like those mentioned above on the characteristics of (pathological) daytime sleepiness.
2.2 Methods
While some of the test persons were chosen among friends and relatives, most of the 83 persons tested were patients at the Schlafambulanz des Universitätsklinikums Erlangen (sleep clinic at the Universitätsklinikum Erlangen). To measure the level of daytime sleepiness among our subjects we used the Epworth Sleepiness Scale (ESS) a self-administered questionnaire. The EDTA blood of our test persons was reprocessed, the DNA extracted and the samples were compared via PCR. Afterwards the statistical evaluation of the results was made.
2.3 Results and observations
Two of the eleven polymorphisms researched in our study showed to be responsible for significant correlations between the polymorphism and a corresponding set of characteristics of daytime sleepiness. These kind of correlation could be established for the C>T 2592 polymorphism of the A2A adenosine receptor as well as for the T>C 1976 polymorphism of the A2A adenosine receptor.
2.4 Conclusions
Our results support the conjecture that the two polymorphisms cited above are important factors when it comes to sleep regulation processes. No significant influence as to daytime sleepiness could be established for the remaining polymorphisms researched although the fact that they play a central role in sleep regulation could be established in previous studies. This leads us to the assumption that these processes (due to their complexity and being subject to multiple factors of influence) will have to be researched in greater detail and by employing a sufficient number of test persons.


Home | Suchen | Veröffentlichen
 Sie benötigen weitere Informationen? Fragen Sie uns!


Letzte Änderung: 01.11.10