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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bvb:29-opus-9430
URL: http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2008/943/


Analysis of 3-phosphoinositide dependent kinase 1 signaling and function in murine embryonic stem cells

Analyse der Signaltransduktion und Funktion der 3-Phopshoinositid-abhängigen Kinase 1 in murinen embryonalen Stammzellen

Tamgüney, Tanja

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Embryonale Stammzelle , Signaltransduktion , Phosphatidylinositolkinase <Phosphatidylinositol-3-Kinase>
Freie Schlagwörter (Deutsch): PDK1 , PKB/Akt , AGC Kinase , Inhibierung
Freie Schlagwörter (Englisch): PDK1 , PKB/Akt , AGC kinase , inhibition , chemical genetics
Fakultät: Naturwissenschaftliche Fakultät
Fakultät: Naturwissenschaftliche Fakultät
DDC-Sachgruppe: Naturwissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Jäck, Hans-Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.06.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 19.06.2008
Kurzfassung in Englisch: The interaction of insulin and growth factors with their receptors leads to the activation of the phosphatidylinositol 3-kinase (PI3K) pathway, which regulates a plethora of events including proliferation, growth, survival, motility and metabolism. Many of the downstream effects of PI3K are mediated by the activation of a subgroup of the cAMP-dependent, cGMP-dependent,
and protein kinase C (AGC) family of protein kinases, which comprises protein kinase B (PKB, also known as Akt), p70 ribosomal S6 kinase (S6K), p90 ribosomal S6 kinase (RSK), serum- and glucocorticoid-induced kinase (SGK), and protein kinase C (PKC). Genetic evidence indicates that 3-phosphoinositide dependent kinase 1 (PDK1) is critical for activation and stability of these AGC kinases. However, relatively little is known about the dynamics of signaling downstream of PDK1 and its biological functions.

Thus, in the first part of the work presented here, consequences of acute PDK1 inhibition on downstream signaling in murine embryonic stem (ES) cells were analyzed. Initially, a recently characterized PDK1 inhibitor, BX-795, was used; however this approach revealed biological effects that were not consistent with PDK1 inhibition. In an attempt to achieve transient and more specific inhibition of PDK1, a chemical genetic approach was used. Therefore, a PDK1 mutant, L159G, was generated and characterized. This mutant can bind inhibitor analogues containing bulky groups that hinder access to the ATP-binding pocket of wild type (WT) kinases. When expressed in PDK1-/- ES cells, PDK1 L159G restored the phosphorylation of PDK1 targets known to be hypophosphorylated in these cells. Screening of multiple inhibitor analogues showed that 1-NM-PP1 and 3,4-DMB-PP1 optimally inhibited the phosphorylation of PDK1 targets in PDK1-/- ES cells expressing PDK1 L159G but not WT PDK1. These compounds confirmed the identity of previously assumed PDK1 substrates, but revealed also distinct kinetics of dephosphorylation for individual targets. For example, the PDK1 target PKB T308 was rapidly dephosphorylated within one hour following PDK1 inhibition, whereas significant dephosphorylation of the analogous site in RSK occurs only after several hours. These inhibitors also exposed a novel role for RSK in response to osmotic shock, and indicated that glycogen synthase kinase 3 (GSK3) α/β may be phosphorylated by kinases other than PKB, RSK, and S6K. However, use of this model system in combination with PDK1-/- and PDK1 /- ES cells that have been reconstituted with WT PDK1 also uncovered complications that may occur with this methodology: 1-NM-PP1 and 3,4-DMB-PP1 at concentrations required to efficiently inhibit PDK1 downstream signaling in PDK1 L159G expressing cells, also had a surprisingly clear effect on the phosphorylation of ribosomal protein S6 S235/S236 in WT PDK1 cells. This highlights the importance of appropriate controls and caution in interpreting results from such experiments.

In the second part of this work biological roles of PDK1 were assessed. This revealed that while PDK1 inhibition had little effect on cell growth under regular conditions, it sensitized cells to apoptotic stimuli. Loss of PDK1 also abolished growth of allograft tumors, underpinning the notion that PDK1 may be a valuable drug target for cancer therapy.
Kurzfassung in Englisch: Die Interaktion von Insulin und Wachstumsfaktoren mit ihren Rezeptoren führt zur Aktivierung der Phosphatidylinositol 3-Kinase (PI3K) Signaltransduktionskette, welche zahlreiche zelluläre Ereignisse reguliert, darunter Proliferation, Wachstum, Überleben, Motilität und Metabolismus. Viele der Effekte unterhalb von PI3K werden von durch Aktivierung einer Untergruppe der cAMP-, cGMP-abhängigen und Protein Kinase C (AGC) Familie von Kinasen vermittelt. Zu dieser Familie gehören Protein Kinase B (PKB, auch Akt), p70 ribosomale S6 Kinase (S6K), p90 ribosomale S6 Kinase (RSK), Serum- und Glucocorticoid-induzierte Kinase (SGK) und Protein Kinase C. Genetische Daten deuten darauf hin, dass die 3-Phopshoinositid-abhängige Kinase (PDK1) wichtig für die Aktivierung und Stabilität dieser AGC Kinasen ist. Allerdings ist noch relativ wenig über die Dynamik der durch PDK1 ausgelösten Signaltransduktion bekannt, und auch die biologische Rolle von PDK1 ist noch wenig erforscht.

Im ersten Teil dieser Arbeit wurden daher die Folgen akuter PDK1 Inhibierung auf die Signaltransduktion in murinen embryonalen Stamm (ES) –zellen untersucht. Anfänglich wurde ein kürzlich charakterisierter PDK1 Inhibitor, BX-795, benutzt. Dieser hatte aber biologische Auswirkungen, die nicht mit einer PDK1 Inhibierung im Einklang standen. Aus diesem Grund wurde eine PDK1 Mutante, PDK1 L159G (LG), erzeugt und charakterisiert, welche Purin-Analoge mit sperrigen Seitenketten binden kann; diese Seitenketten erschweren den Zugang dieser Inhibitoren zur ATP-Bindungstasche von Wildtyp (WT) Kinasen. Expression dieser Mutante in PDK1 /- ES Zellen (PDK1-/- +LG ES Zellen) stellte die Phosphorylierung von Proteinen wieder her, die in PDK1-/- ES Zellen bekannterweiser unterphosphoryliert sind. Eine Analyse mehrer Inhibitoren zeigte dass 3,4-DMB-PP1 und 1-NM-PP1 optimal die Phosphorylierung von PDK1 Substraten in PDK1-/- +LG ES Zellen, nicht aber PDK1 WT exprimierenden (PDK1-/- +WT) ES Zellen inhibierten. Diese Inhibitoren bestätigten die Identiät mutmaβlicher PDK1 Substrate, zeigten aber unterschiedliche Kinetiken für einzelne Substrate. So ist z.B. das PDK1 Substrat PKB T308 schnell, innerhalb einer Stunde nach PDK1 Inhibierung maximal dephosphoryliert, wohingegen eine signifikante Dephosphorylierung von RSK erst nach mehreren Stunden festzustellen ist. Des weiteren legten Versuche mit diesen Verbindungen eine neue Rolle für RSK in der Antwort auf osmotischen Schock offen, und weisen darauf hin, dass Glykogen Synthase Kinase 3 (GSK3) α/β auβer von PKB, RSK und S6K auch noch von einer oder mehrern PDK1-unabhängigen Kinasen phosphoryliert werden kann. Allerdings zeigte der Gebrauch dieses Modelsystems im Zusammenhang mit PDK1-/- und PDK1-/- +WT ES Zellen auch Komplikationen auf, die mit dieser Methode auftreten können: 3,4-DMB-PP1 und 1-NM-PP1 Konzentrationen die nötig waren, um PDK1 Signalgebung in PDK1-/- +LG ES Zellen effizient zu unterbinden, hatten einen überraschend grossen Effekt auf die Phosphorylierung des ribosomalen Proteins S6 an S235/S236. Dies hebt die Bedeutung geeigneter Kontrollen hervor und zeigt, dass Ergebnisse solcher Versuche mit grosser Sorgfalt und Vorsicht interpretiert werden müssen.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wurden die biologischen Rollen von PDK1 untersucht. Während PDK1-Inhibierung unter normalen Kulturbedingungen wenig Einfluβ auf Zellwachstum hatte, sensibilisierte es Zellen für apoptotische Stimuli. Des weiteren zeigten PDK1-/- Zellen drastisch eingschränktes Tumorwachstum, was darauf hindeutet, dass PDK1 ein geeignetes Ziel für einen therapeutischen Eingriff in der Behandlung von Krebs sein könnte.


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Letzte Änderung: 01.11.10